Wassereinlagerungen im Körper: Was hilft und was sagen die Studien?
Wassereinlagerungen im Körper: Was hilft und was sagen die Studien?
Bei Wassereinlagerungen im Körper, die sich meist als geschwollene Beine und Knöchel am Abend zeigen, helfen Bewegung, leichte Kompressionsstrümpfe, das Hochlegen der Beine und weniger Salz am meisten. Für Kompressionsstrümpfe mit 10 bis 20 mmHg gibt es eine Metaanalyse aus 11 randomisierten Studien, und unter den Pflanzen ist für das Gefühl schwerer Beine Steinklee am besten anerkannt: Für ihn gibt es eine eigene Monographie der Europäischen Arzneimittel-Agentur.
Im ersten Teil lesen Sie, warum sich Flüssigkeit gerade in den Beinen sammelt und welche Alltagsmaßnahmen am besten untersucht sind. Der zweite Teil beantwortet die Frage, was man bei schweren und geschwollenen Beinen einnehmen kann: welche Wirkstoffe untersucht wurden, in welcher Dosis und bei wem.
Was hilft gegen Wassereinlagerungen im Körper? Überblick nach Stärke der Evidenz
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Maßnahme |
Was die Studien zeigten |
Stärke der Evidenz |
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Kompressionsstrümpfe 10 bis 20 mmHg |
Deutliche Wirkung auf Schwellung und Beschwerden in 11 randomisierten Studien mit 1.453 Personen. Höherer Druck brachte keinen zusätzlichen Nutzen |
Metaanalyse randomisierter Studien |
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Bewegung im Sitzen |
Nach 8 Stunden Sitzen schwoll der unbewegte Fuß um 5,7 % an, der bewegte um 2,7 % |
Kleine physiologische Studie (6 Personen) |
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Beine hochlegen |
Hochlagern auf 47 cm verringerte den Blutstau in den oberflächlichen Venen um 28 % |
Kleine physiologische Studie (25 Personen) |
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Weniger Salz |
Bei höherer Natriumzufuhr stieg das Risiko für Blähgefühl um 27 % |
Randomisierte Studie (412 Personen) |
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Steinklee |
EMA-Monographie zur Linderung des Schweregefühls in den Beinen, traditionelle Anwendung. In einer Untersuchung mit 4.536 Patienten gute Ergebnisse bei 70 % |
EMA-Monographie und offene Studien |
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Magnesium 200 mg täglich vor der Periode |
Weniger Beschwerden durch Wassereinlagerungen im zweiten Einnahmezyklus |
Randomisierte Studie (38 Frauen) |
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Calcium 1.200 mg täglich |
Nach drei Zyklen weniger prämenstruelle Beschwerden, darunter Wassereinlagerungen |
Randomisierte Studie (466 Frauen) |
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Löwenzahn und Ackerschachtelhalm |
Mehr Harnausscheidung über ein bis vier Tage. Für Löwenzahnwurzel gibt es eine EMA-Monographie zur Steigerung der Harnmenge |
Kurze Studien (17 und 36 Personen) |
Warum sammelt sich Wasser gerade in den Beinen?
Aus dem Blut tritt ständig Flüssigkeit durch die Wände der feinen Gefäße ins Gewebe. Ältere Lehrbücher gingen davon aus, dass der größte Teil davon am anderen Ende der Gefäße zurückfließt. Die neuere Physiologie, die Levick und Michel 2010 in der Fachzeitschrift Cardiovascular Research zusammengefasst haben, zeigt etwas anderes: In den meisten Geweben überwiegt in Ruhe ein leichter Austritt von Flüssigkeit, die deshalb über das Lymphsystem abtransportiert werden muss. Die Lymphgefäße sammeln sie und führen sie ins Blut zurück, die Lymphknoten auf diesem Weg sind zugleich Teil des Immunsystems.
Im Stehen und Sitzen wirkt zusätzlich die Schwerkraft. Das Blut aus den Beinen gelangt vor allem mithilfe der Wadenmuskulatur zum Herzen zurück, die bei jedem Schritt die tiefen Venen zusammendrückt. Ruhen die Muskeln, ruht auch diese Pumpe. Auf das Lymphsystem wirken außerdem Muskelbewegung, Atmung und Körperhaltung, und deshalb ist etwas Schwellung am Abend ein normaler Vorgang: In einer Studie in der Fachzeitschrift Dermatologic Surgery nahm das Volumen des Unterschenkels bei gesunden Freiwilligen innerhalb von sieben Stunden um 62 bis 94 ml zu.
Der britische Gesundheitsdienst NHS nennt als häufige Ursachen für geschwollene Knöchel, Füße und Beine langes Stehen oder Sitzen in derselben Position, zu salzreiche Ernährung, Übergewicht, Schwangerschaft, bestimmte Medikamente wie manche Blutdruckmittel, Krampfadern und Schilddrüsenprobleme.
Bewegung: die schnellste Maßnahme bei geschwollenen Beinen
Der direkteste Weg, die Wadenmuskelpumpe wieder in Gang zu bringen, ist Bewegung. In einer Studie im European Journal of Applied Physiology saßen sechs Freiwillige acht Stunden lang, ein Bein unbewegt, das andere durften sie frei bewegen. Der unbewegte Fuß schwoll um 5,7 % an, der bewegte um 2,7 %, also um die Hälfte weniger. Die Studie ist klein, misst aber genau das, was im Büro passiert.
Ähnliches zeigte eine Studie in der Fachzeitschrift Ergonomics (2000): War die Neigung des Bürostuhls blockiert, nahm das Wadenvolumen in 30 Minuten im Mittel um 1,2 % zu, erlaubte der Stuhl Bewegung, nahm es um 0,7 % ab. Der Autor fasst in der Einleitung zusammen, dass frühere Studien bereits gezeigt haben, dass wiederholte Gehpausen die Schwellung von Füßen und Beinen verringern.
Für den Alltag heißt das: Stehen Sie auf und gehen Sie ein paar Schritte, wann immer es geht, und heben Sie im Sitzen mehrmals Fersen und Zehen und kreisen Sie mit den Knöcheln.
Kompressionsstrümpfe: Was die Studien zeigen
Kompressionsstrümpfe sind die Maßnahme mit der besten Evidenz in diesem Artikel. Die Metaanalyse von Amsler und Blättler, 2008 im European Journal of Vascular and Endovascular Surgery erschienen, fasste 11 randomisierte Studien mit 1.453 Personen zusammen, darunter 794 gesunde Menschen, die verschiedenen Belastungen ausgesetzt waren. Strümpfe mit 10 bis 20 mmHg hatten im Vergleich zu Placebo oder keinen Strümpfen eine deutliche Wirkung auf Schwellung und Beschwerden. Keine Studie fand einen Unterschied zwischen 10 bis 20 mmHg und mehr als 20 mmHg, die Autoren folgern daher, dass 10 bis 15 mmHg ausreichen.
Zwei kleinere Studien zeigen, wie das in Zahlen aussieht. Bei 12 Freiwilligen verringerten oder verhinderten Strümpfe mit 11 bis 21 mmHg die abendliche Schwellung. Bei 108 Friseurinnen und Friseuren, die überwiegend im Stehen arbeiten, verringerten Strümpfe mit 15 bis 20 mmHg das Unterschenkelvolumen im Mittel um 19 ml, Schmerzen und Schwellungsgefühl um etwa 12 %.
Bei Flügen über fünf Stunden zeigte ein Cochrane-Review aus 12 Studien mit 2.918 Passagieren weniger Beinschwellung bei denjenigen, die Kompressionsstrümpfe trugen.
Wichtige Ausnahme: Ist plötzlich nur ein Bein geschwollen, sind Strümpfe nicht der erste Schritt, sondern ein Grund für eine ärztliche Abklärung (siehe Abschnitt zum Arztbesuch).
Beine hochlegen und bequeme Schuhe
Das Hochlegen der Beine hat eine einfache Erklärung: Die Schwerkraft hilft, Blut und Flüssigkeit zum Herzen zurückzuführen. In einer Studie mit 25 gesunden Personen (Journal of Plastic, Reconstructive & Aesthetic Surgery, 2013) verringerte das Hochlagern des Beins auf 47 cm den Blutstau in den oberflächlichen Venen um 28 %. Dieselbe Studie zeigte, dass die Hautdurchblutung dabei etwas abnimmt, die Beine müssen also nicht weit hochgelegt werden. Ein Stuhl oder ein Kissen genügt.
Der NHS empfiehlt außerdem breite, bequeme Schuhe mit niedrigem Absatz und weicher Sohle und rät von zu enger Kleidung, engen Socken und Schuhen sowie von langem Stehen oder Sitzen ohne Pause ab.
Salz: Was bei Wassereinlagerungen wirklich zählt
Der NHS nennt zu salzreiche Ernährung als eine häufige Ursache geschwollener Beine. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen weniger als 5 g Salz pro Tag, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt einen Orientierungswert von bis zu 6 g. Tatsächlich liegt die Zufuhr deutlich darüber: Nach der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland des Robert Koch-Instituts nehmen Frauen im Mittel 8,4 g und Männer 10,0 g Salz pro Tag auf. Den größten Beitrag leisten verarbeitete Lebensmittel aus den Gruppen Brot, Fleisch, Wurst und Käse.
Die beste randomisierte Studie zu Salz und dem Gefühl, aufgebläht zu sein, stammt aus der US-amerikanischen DASH-Sodium-Studie. Bei 412 Erwachsenen, die jeweils einen Monat lang Kost mit niedrigem, mittlerem und hohem Natriumgehalt aßen, erhöhte die hohe Zufuhr das Risiko für Blähgefühl um 27 %.
Praktisch heißt das: Am meisten sparen Sie bei Brot, Wurst, Käse und Fertiggerichten, weniger beim Salzstreuer.
Helfen harntreibende Kräuter?
Löwenzahn, Ackerschachtelhalm, Brennnessel und Birkenblätter sind klassische Bestandteile von Tees und Nahrungsergänzungsmitteln für den Flüssigkeitshaushalt. Bei zwei davon ist das mehr als Überlieferung.
Löwenzahn. Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur hat 2021 eine Monographie für Löwenzahnwurzel mit der Indikation der traditionellen Anwendung "zur Steigerung der Harnmenge, um eine Durchspülung der Harnwege zu erreichen" verabschiedet. In einer Pilotstudie von 2009 (Journal of Alternative and Complementary Medicine) nahmen 17 Freiwillige an einem Tag dreimal je 8 ml eines Extrakts aus frischen Blättern ein. Nach der ersten Dosis urinierten sie häufiger, nach der zweiten schieden sie im Verhältnis zur Trinkmenge mehr Urin aus.
Ackerschachtelhalm. In einer randomisierten Doppelblindstudie mit 36 gesunden Männern (2014) steigerte ein standardisierter Trockenextrakt in einer Dosis von 900 mg täglich über vier Tage die Wasserausscheidung vergleichbar mit dem Diuretikum Hydrochlorothiazid in einer Dosis von 25 mg, ohne wesentliche Veränderungen der Elektrolytausscheidung.
Was das praktisch heißt: Diese Pflanzen wirken auf die Harnausscheidung, nicht auf die Wadenmuskelpumpe und nicht auf langes Sitzen, sie ergänzen die Maßnahmen oben also, sie ersetzen sie nicht. Prüfen Sie bei Produkten, ob der Anteil des Leitstoffs auf dem Etikett angegeben ist, denn eine Milligrammzahl ohne diese Angabe sagt nicht, wie viel davon Sie tatsächlich bekommen. Löwenzahn in standardisierter Form finden Sie auch in dem Produkt, das im zweiten Teil dieses Artikels vorgestellt wird. Wenn Sie Medikamente für Herz, Nieren oder Blutdruck einnehmen, sprechen Sie vor der Anwendung solcher Präparate mit Ihrem Arzt.
Kurz gesagt: sechs Schritte gegen Wassereinlagerungen
- Bewegen Sie sich im Sitzen und Stehen: Zehenstand, Knöchelkreisen, kurze Gehpausen.
- Wenn Sie viel stehen oder sitzen, probieren Sie Strümpfe mit 10 bis 20 mmHg. Höherer Druck brachte in Studien keinen zusätzlichen Nutzen.
- Legen Sie abends die Beine hoch, auf einen Stuhl oder ein Kissen.
- Reduzieren Sie Salz, vor allem aus Brot, Wurst, Käse und Fertiggerichten.
- Tragen Sie bequeme Schuhe und meiden Sie zu enge Socken und Kleidung.
- Wenn Sie Unterstützung in Form eines Nahrungsergänzungsmittels suchen, vergleichen Sie Zusammensetzung und Dosierung, wie unten beschrieben.
Was kann man bei schweren und geschwollenen Beinen einnehmen?
Bei schweren und geschwollenen Beinen sind vier pflanzliche Optionen am besten dokumentiert: Steinklee, Rosskastaniensamenextrakt, die Kombination aus Diosmin und Hesperidin (MPFF) und Mäusedorn. Steinklee ist unter ihnen der einzige, für den der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur (HMPC) eine Monographie mit der Indikation der traditionellen Anwendung zur Linderung von Beschwerden und Schweregefühl in den Beinen bei leichten venösen Kreislaufstörungen verabschiedet hat. Er ist zugleich der einzige der vier, den Sie in standardisierter Form in einem Nahrungsergänzungsmittel bekommen und nicht nur in einem Arzneimittel.
Unten steht zuerst das Produkt von Golden Tree, danach die weltweit bekanntesten Wirkstoffe mit den Dosierungen aus den Studien.
1. Golden Tree Lymph Relief: Steinklee, Löwenzahn, Bromelain, Selen und Jod in zwei Kapseln
Golden Tree, eine europäische Marke für Nahrungsergänzungsmittel, hat Golden Tree Lymph Relief rund um das Lymphsystem und den alltäglichen Flüssigkeitstransport im Körper aufgebaut. Langes Sitzen, wenig Bewegung und enge Kleidung wirken auf das Gefühl schwerer Beine, und auf das Lymphsystem wirken Muskelbewegung, Atmung und Körperhaltung. Die Formel besteht aus Pflanzenextrakten, die die europäische Tradition mit den Beinen und mit dem Flüssigkeitshaushalt verbindet, sowie aus Selen und Jod.
Steinklee ist in dieser Formel die Leitpflanze und zugleich die am besten anerkannte. Das HMPC hat am 21. November 2017 eine Monographie für die oberirdischen Teile des Steinklees mit der Indikation der traditionellen Anwendung zur Linderung von Beschwerden und Schweregefühl in den Beinen verabschiedet. Im begleitenden Bewertungsbericht sind zwei klinische Untersuchungen beschrieben: In einer offenen Studie mit 20 Patienten verringerten 200 mg Trockenextrakt täglich über 15 Tage Knöchelödeme, nächtliche Krämpfe und das Schweregefühl deutlich, und in einer Beobachtungsstudie mit 4.536 Patienten waren die Ergebnisse nach drei bis acht Monaten bei 70 % der Patienten gut. Das HMPC schreibt dazu, die Ergebnisse stützten die traditionelle Anwendung.
Die Dosierung in Lymph Relief liegt im dokumentierten Bereich. Die Tagesdosis von zwei Kapseln liefert 35,3 mg Steinkleeextrakt mit 17 % Cumarin, also 6 mg Cumarin. Die deutsche Kommission E nennt für Steinkleezubereitungen Mengen, die 3 bis 30 mg Cumarin pro Tag entsprechen, und die Untersuchung mit 4.536 Patienten verwendete 4 bis 8 mg eines auf 20 % Cumarin standardisierten Extrakts. Lymph Relief liegt damit im Bereich der Kommission E und beim Cumaringehalt über der Dosis dieser Untersuchung.
Löwenzahn ist im Produkt mit 200 mg Extrakt und 3 % Cynarin enthalten. Für Löwenzahnwurzel hat das HMPC 2021 eine Monographie mit der Indikation der traditionellen Anwendung zur Steigerung der Harnmenge verabschiedet.
Selen und Jod sind die beiden Bestandteile der Formel mit zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben der EU. Die Lymphknoten, die die Flüssigkeit auf ihrem Weg filtern, sind Teil des Immunsystems, und genau dafür gilt eine zugelassene Angabe: Selen trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Außerdem gilt: Selen trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen, Jod trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei und Jod trägt zur Erhaltung normaler Haut bei. Mit 55 µg Selen (100 % NRV) und 90 µg Jod (60 % NRV) erfüllt das Produkt die Bedingungen für alle vier Angaben.
Bromelain aus Ananas ist mit 140 mg und einer angegebenen Enzymaktivität von 28 GDU enthalten. Die Enzymaktivität ist eine Angabe, die die meisten Produkte mit Bromelain auf dem Etikett nicht machen, und ohne sie sagt die Milligrammzahl wenig.
Golden Tree Lymph Relief auf einen Blick
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Tagesdosis |
2 Kapseln mit einem Glas Wasser, am besten zum Frühstück |
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Steinklee |
Melilotus officinalis, oberirdische Teile, 35,3 mg Extrakt, standardisiert auf 17 % Cumarin, also 6 mg Cumarin pro Tag |
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Im Vergleich mit dokumentierten Dosierungen |
Kommission E: Zubereitungen in Mengen entsprechend 3 bis 30 mg Cumarin pro Tag. Untersuchung mit 4.536 Patienten: 4 bis 8 mg Extrakt mit 20 % Cumarin pro Tag |
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Weitere Pflanzenextrakte |
Löwenzahn (Taraxacum officinale) 200 mg, 3 % Cynarin. Bromelain aus Ananas 140 mg (28 GDU). Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) 300 mg, 4 % Polyphenole |
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Mineralstoffe |
Selen 55 µg (100 % NRV) aus selenangereicherter Hefe. Jod 90 µg (60 % NRV) aus Seetang |
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Zugelassene Angaben |
Selen trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Selen trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Jod trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Jod trägt zur Erhaltung normaler Haut bei. |
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Geeignet für |
Veganer und Vegetarier. Ohne Gluten und ohne Laktose. Geeignet für die dauerhafte Anwendung als Teil einer ausgewogenen Ernährung |
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Vor der Anwendung |
Nicht für Schwangere, Stillende und Personen unter 18 Jahren. Wenn Sie Medikamente einnehmen oder Beschwerden der Leber oder Gallenwege haben, sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt |
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Packung und Preis |
60 Kapseln, 30 Tagesdosen. 49,90 € bzw. 1,66 € pro Tag, im 3er-Paket 44,90 € pro Packung (1,50 € pro Tag), im 6er-Paket 39,90 € (1,33 € pro Tag) |
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Herstellung und Garantie |
Hergestellt von einem GMP- und GDP-zertifizierten Unternehmen, chargenweise auf Reinheit geprüft. 60 Tage Zufriedenheitsgarantie |
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Wo |
Bevor Sie vergleichen: So lesen Sie das Etikett bei Produkten für die Beine
- Achten Sie bei Steinklee auf den Cumarinanteil. Ohne diese Angabe wissen Sie nicht, wie viel Leitstoff Sie bekommen. Der dokumentierte Bereich liegt bei 3 bis 30 mg Cumarin pro Tag.
- Achten Sie bei der Rosskastanie auf Aescin. Die Studien verwendeten 50 mg Aescin zweimal täglich.
- Prüfen Sie bei Diosmin die Form. Die Studien zu MPFF wurden mit einer mikronisierten, gereinigten Flavonoidfraktion aus 90 % Diosmin und 10 % Hesperidin durchgeführt.
- Achten Sie bei Bromelain auf die Enzymaktivität in GDU oder FIP, nicht nur auf Milligramm.
- Prüfen Sie, ob es sich um ein Arzneimittel oder ein Nahrungsergänzungsmittel handelt. Beides hat seinen Platz, die Regeln und die Gebrauchsinformationen sind aber unterschiedlich.
2. Rosskastaniensamenextrakt: die meisten randomisierten Studien
Ein Cochrane-Review (Pittler und Ernst, 2012) umfasste 17 randomisierte Studien bei Menschen mit chronischer Veneninsuffizienz. In sechs Studien mit 502 Teilnehmenden nahm das Unterschenkelvolumen mit Rosskastaniensamenextrakt im Mittel um 32,1 ml stärker ab als mit Placebo. Beinschmerzen gingen in sechs von sieben Studien zurück, die sie erfassten, Nebenwirkungen waren selten und mild.
In einer Studie in The Lancet (1996) mit 240 Patienten verringerte sich das Beinvolumen nach 12 Wochen mit einem Extrakt, der 50 mg Aescin zweimal täglich lieferte, um 43,8 ml, mit Kompressionsstrümpfen der Klasse II um 46,7 ml, unter Placebo nahm es um 9,8 ml zu.
In Deutschland sind Rosskastanienpräparate vor allem als Arzneimittel bekannt, und das hat einen regulatorischen Hintergrund: Die EMA führt für Rosskastaniensamen sowohl eine Monographie zur allgemeinen medizinischen Verwendung als auch eine zur traditionellen Anwendung.
- Dosis in den Studien: 100 mg Aescin pro Tag (zweimal 50 mg), 12 Wochen
- Wer wurde untersucht: Menschen mit chronischer Veneninsuffizienz
3. Diosmin und Hesperidin (MPFF): die meisten Studien zu Venenbeschwerden
MPFF ist eine mikronisierte, gereinigte Flavonoidfraktion aus 90 % Diosmin und 10 % Hesperidin. Eine Metaanalyse von sieben Doppelblindstudien mit 1.692 Patientinnen und Patienten mit chronischer Venenerkrankung (Kakkos und Nicolaides, 2018) zeigte weniger Schweregefühl, Schwellungsgefühl, Schmerzen und Krämpfe als unter Placebo sowie einen geringeren Knöchelumfang. Beim Schweregefühl bedeutete das: Von je zwei behandelten Personen spürte eine zusätzlich eine Besserung gegenüber Placebo. Die Metaanalyse wurde zu einem bestimmten zugelassenen Arzneimittel durchgeführt, dessen Markenname im Titel der Arbeit steht.
Ein breiteres Cochrane-Review zu allen Venenmitteln (2020, 56 Studien mit 7.690 Teilnehmenden) fiel zurückhaltender aus: Evidenz mittlerer Vertrauenswürdigkeit zeigt, dass diese Arzneimittelgruppe Beinschwellungen wahrscheinlich leicht verringert, den Knöchelumfang im Mittel um 4,3 mm.
MPFF ist in EU-Ländern als Arzneimittel zugelassen, zum Beispiel in Slowenien, dort mit zweimal täglich einer Tablette zu 500 mg.
- Dosis in den Studien: 1.000 mg MPFF pro Tag
- Wer wurde untersucht: Menschen mit chronischer Venenerkrankung
4. Mäusedorn (Ruscus aculeatus): die Ergebnisse gelten für die Kombination
Eine Metaanalyse von zehn Doppelblindstudien mit 719 Patientinnen und Patienten (Kakkos und Allaert, 2017) bewertete Präparate mit Mäusedornextrakt in Kombination mit Hesperidin-Methylchalkon und Vitamin C. Im Vergleich zu Placebo verringerten sie Schweregefühl, Schmerzen, Müdigkeit der Beine und Schwellungsgefühl sowie Knöchelumfang und Beinvolumen. Das Ergebnis gilt für diese Kombination, nicht für Mäusedorn allein, und auch diese Metaanalyse wurde zu einem bestimmten zugelassenen Präparat durchgeführt.
- Dosis in den Studien: Kombinationspräparate, einzelne Dosierungen sind in der Zusammenfassung nicht angegeben
- Wer wurde untersucht: Menschen mit chronischer Venenerkrankung
5. Extrakt aus rotem Weinlaub: zwei Studien, unterschiedliche Wirkung
Derselbe standardisierte Extrakt mit der Bezeichnung AS 195 wurde in zwei randomisierten Studien über je 12 Wochen geprüft. Bei 260 eingeschlossenen Menschen mit leichter chronischer Veneninsuffizienz nahm das Unterschenkelvolumen mit 360 mg täglich um 75,9 g und mit 720 mg täglich um 99,9 g stärker ab als mit Placebo (Kiesewetter und Kollegen, 2000; das Volumen wurde per Wasserverdrängung gemessen und im Original in Gramm angegeben). Bei 248 Menschen mit Schwellungen und Hautveränderungen verringerten 720 mg täglich das Volumen um 19,9 ml stärker als Placebo (Rabe und Kollegen, 2011, die Studie wurde vom Hersteller des Extrakts finanziert).
- Dosis in den Studien: 360 bis 720 mg standardisierter Extrakt pro Tag
- Wer wurde untersucht: Menschen mit chronischer Veneninsuffizienz
6. Extrakt aus Seekiefernrinde: beliebt, aber wenig Evidenz
Ein Cochrane-Review aus dem Jahr 2020 umfasste 27 Studien zu zehn Erkrankungen. Zur chronischen Veneninsuffizienz gab es nur zwei Studien mit zusammen 60 Teilnehmenden, und die Vertrauenswürdigkeit der Evidenz war sehr gering.
- Wer wurde untersucht: 60 Menschen in zwei Studien
Vergleich: Dosierungen und wo Sie sie bekommen
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Wirkstoff |
Dosis aus Studien oder Monographien |
Wer wurde untersucht |
Ergebnis |
Wo erhältlich |
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Steinklee |
3 bis 30 mg Cumarin pro Tag (Kommission E). Untersuchung mit 4.536 Patienten: 4 bis 8 mg Extrakt mit 20 % Cumarin |
Chronische Veneninsuffizienz |
EMA-Monographie zur traditionellen Anwendung beim Schweregefühl in den Beinen. Gute Ergebnisse bei 70 % der Patienten |
Nahrungsergänzungsmittel. Golden Tree Lymph Relief: 6 mg Cumarin pro Tag |
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Rosskastaniensamenextrakt |
50 mg Aescin zweimal täglich, 12 Wochen |
Chronische Veneninsuffizienz |
Beinvolumen 32,1 ml geringer als mit Placebo |
Überwiegend Arzneimittel |
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MPFF (90 % Diosmin, 10 % Hesperidin) |
1.000 mg pro Tag |
Chronische Venenerkrankung |
Weniger Schwere- und Schwellungsgefühl, geringerer Knöchelumfang |
Arzneimittel |
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Mäusedorn mit Hesperidin-Methylchalkon und Vitamin C |
Kombinationspräparate |
Chronische Venenerkrankung |
Weniger Schweregefühl, geringerer Knöchelumfang |
Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel |
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Extrakt aus rotem Weinlaub (AS 195) |
360 bis 720 mg pro Tag |
Chronische Veneninsuffizienz |
Beinvolumen 19,9 ml bis 99,9 g geringer als mit Placebo |
Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel |
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Löwenzahn |
EMA-Monographie für die Wurzel, traditionelle Anwendung |
Traditionelle Anwendung |
Steigerung der Harnmenge |
Nahrungsergänzungsmittel. Golden Tree Lymph Relief: 200 mg Extrakt |
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Ackerschachtelhalm |
900 mg Trockenextrakt pro Tag |
36 gesunde Männer |
Wasserausscheidung vergleichbar mit Hydrochlorothiazid 25 mg |
Nahrungsergänzungsmittel |
Wann geschwollene Beine zum Arzt gehören
Geschwollene Beine sind häufig und meist harmlos, manchmal aber ein Zeichen, das abgeklärt werden sollte. Nach den Empfehlungen des NHS sollten Sie ärztlichen Rat einholen, wenn beide Beine geschwollen sind und es sich nach einigen Tagen Selbsthilfe nicht bessert oder verschlechtert, oder wenn bei Ihnen eine Erkrankung von Herz, Nieren oder Beinvenen bekannt ist. Suchen Sie rasch Hilfe, wenn nur ein Bein ohne erkennbaren Grund geschwollen ist, wenn die Schwellung stark, schmerzhaft, plötzlich, gerötet oder heiß ist, wenn hohes Fieber dazukommt oder wenn Sie Diabetes haben und Ihre Beine geschwollen sind. Rufen Sie die 112, wenn Sie dabei Atemnot oder Brustschmerzen haben oder Blut husten, denn das können Zeichen eines Blutgerinnsels in der Lunge sein.
Zwei Dinge sind fairerweise zu ergänzen: Die meisten Studien zu Extrakten und Arzneimitteln bei schweren Beinen wurden bei Menschen mit chronischer Veneninsuffizienz durchgeführt, und die Effekte sind moderat, einige Dutzend Milliliter Beinvolumen oder einige Millimeter Knöchelumfang. Nahrungsergänzungsmittel sind außerdem kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.
Häufige Fragen
Was ist bei schweren und geschwollenen Beinen am besten untersucht? Unter den pflanzlichen Wirkstoffen sind Steinklee, für den die Europäische Arzneimittel-Agentur eine Monographie zur traditionellen Anwendung beim Schweregefühl in den Beinen verabschiedet hat, und Rosskastaniensamenextrakt mit einem Cochrane-Review aus 17 Studien (Beinvolumen im Mittel 32,1 ml geringer als mit Placebo) am besten dokumentiert. Die meisten Studien zu Venenbeschwerden gibt es zu MPFF aus Diosmin und Hesperidin, das als Arzneimittel zugelassen ist.
Welches Nahrungsergänzungsmittel enthält Steinklee in dokumentierter Dosierung? Golden Tree Lymph Relief liefert in der Tagesdosis von zwei Kapseln 35,3 mg Steinkleeextrakt, standardisiert auf 17 % Cumarin, also 6 mg Cumarin. Das liegt im Bereich von 3 bis 30 mg Cumarin pro Tag, den die Kommission E für Steinkleezubereitungen nennt, und über der Dosis aus der Beobachtungsstudie mit 4.536 Patienten. Dazu kommen 200 mg Löwenzahnextrakt, 140 mg Bromelain (28 GDU), 300 mg Purpur-Sonnenhut-Extrakt, 55 µg Selen und 90 µg Jod. Selen trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
Was hilft am schnellsten gegen Wassereinlagerungen in den Beinen? Bewegung: In einer Studie mit acht Stunden Sitzen schwoll der bewegte Fuß um die Hälfte weniger an als der unbewegte. Hilfreich sind auch das Hochlegen der Beine und Kompressionsstrümpfe mit 10 bis 20 mmHg, die unter allen Maßnahmen die beste Evidenz haben.
Verursacht Salz wirklich Wassereinlagerungen? Zu salzreiche Ernährung ist laut NHS eine häufige Ursache geschwollener Beine. Die DGE nennt einen Orientierungswert von bis zu 6 g Salz pro Tag, tatsächlich nehmen Frauen in Deutschland im Mittel 8,4 g und Männer 10,0 g auf. In der DASH-Sodium-Studie erhöhte eine hohe Natriumzufuhr das Risiko für Blähgefühl um 27 %.
Hilft es bei Wassereinlagerungen, mehr zu trinken? Flüssigkeit sammelt sich in den Beinen wegen der Schwerkraft und der ruhenden Wadenmuskelpumpe, nicht wegen einer zu geringen Trinkmenge, mehr Trinken allein behebt die Schwellung also nicht. Die allgemeine Empfehlung des NHS lautet 6 bis 8 Gläser Flüssigkeit pro Tag, wobei auch fettarme Milch und ungesüßte Getränke dazuzählen. Mehr brauchen Sie bei Hitze, bei längerer körperlicher Aktivität, in der Schwangerschaft, in der Stillzeit und bei Krankheit.
Wie lange sollte man ein Produkt für die Beine einnehmen? Rechnen Sie in Wochen, nicht in Tagen. Die Untersuchungen zu Steinklee dauerten von 15 Tagen bis zu acht Monaten, die Studien zu anderen Extrakten meist 12 Wochen. Golden Tree Lymph Relief ist für die dauerhafte Anwendung als Teil einer ausgewogenen Ernährung geeignet, eine Packung mit 60 Kapseln reicht für 30 Tage.
Wo Sie anfangen können
Beginnen Sie mit Bewegung, denn sie wirkt sofort und kostet nichts: Heben Sie im Sitzen mehrmals Fersen und Zehen, und legen Sie abends die Beine auf ein Kissen. Wenn Sie den Großteil des Tages stehen oder sitzen, probieren Sie Strümpfe mit 10 bis 20 mmHg, und reduzieren Sie beim Essen zuerst Brot, Wurst und Fertiggerichte.
Wenn Sie dem ein Nahrungsergänzungsmittel hinzufügen möchten, ist Golden Tree Lymph Relief genau dafür zusammengestellt. Zwei Kapseln zum Frühstück, mit 60 Tagen Zufriedenheitsgarantie. Mehr über Ernährung und Bewegung lesen Sie im Golden Tree Blog.